Physik-Alumni Rostock e.V.
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aktualisiert am 20.02.2015

Datum/Ort Veranstaltung Kommentar
18.11.2015 Zeugnisübergabe Bachelor- und Masterstudenten 17:00 Uhr Hörsaal 1, Institut für Physik
12.11.2015 Einweihungsfeier Institut für Physik
02.07.2015 Wissenschaftshistorischer Rundgang 16 - 18 Uhr im Institut für Physik

Zeugnisübergabe Bachelor- und Masterabsolventen

Kleiner Hörsaal

Am 27.11.2014 wurden in feierlichem Rahmen die Bachelor- und Masterzeugnisse des Instituts für Physik der Universität Rostock übergeben. Der Alumni-Verein ehrte B.Sc. Helge Dobbertin und Dipl.-Phys. Marco Schröder als jeweils besten Absolventen des Bachelor- und Masterstudiengangs mit einer dreijähren kostenlosen Vereinsmitgliedschaft. Weiterhin erhielt Helge Dobbertin einen Büchergutschein in Höhe von 50 Euro.

Wir gratulieren allen Absolventen zum erfolgreichen Studienabschluss und wünschen allen viel Erfolg auf dem weiteren Lebensweg!

Bilder und weitere Informationen: http://www.physik.uni-rostock.de/physik-aktuell/bildergalerien/absolventenfeier-2014/

600 Jahre Universität Rostock

2019 ist es soweit. Die Universität Rostock wird 600 Jahre alt und möchte dieses Ereignis natürlich gebührend feiern. Um auch an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät dieses Jubiläum würdig vorzubereiten, hat sich im März 2011 die Arbeitsgruppe Geschichte der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät konstituiert. In Vorbereitung einer Festschrift erscheinen so monatliche Kalenderblätter die Wissenschaftler aus der langjährigen Geschichter alles Fachrichtungen vorstellen. Eine Zusammenfassung dieser Texte ist hier als Broschüre verfügbar.

 

Kleiner Hörsaal

Geschichte zum Nachlesen

Bereits zur 100-Jahrfeier des Institutsgebäudes wurden zahlreiche Geschichten über die Entwicklung der Physik in Rostock ausgegraben. Es ist eine Vielzahl von Bildern zusammengekommen, die eindrucksvoll den Wandel der Physik an der Uni im Laufe der Zeit darstellen. Um diese "Schätze" einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, haben wir in Zusammenarbeit mit den Autoren Reinhard Mahnke, Fedor Mitschke, Sonja Lorenzen und Renate Nareyka 15 Poster im Kleinen und Großen Hörsaal des Institutsgebäudes angebracht. Hier kann nun jeder einen Blick auf die Geschichte des Instituts für Physik an der Universität Rostock werfen. Wer nicht täglich in den Hörsälen unterwegs ist, findet die Poster auch hier.

 

 

Phyik Diplom - und jetzt?Berufsinformationsveranstaltung "Physik-Diplom* - und jetzt?"

Was mache ich eigentlich nach meinem Physikstudium oder was kann ich danach überhaupt alles machen? Diese Frage hat sich wohl jeder Physikstudent schon einmal gestellt und die richtige Antwort darauf zu finden, ist meist gar nicht so einfach. Ein Grund mehr die Berufsinformationsveranstaltung "Physik-Diplom* - und jetzt?" zu besuchen und die interessanten Lebenswege von verschiedenen Physikern kennenzulernen!
Diesmal zu Gast waren Dr. Erik Schreiber vom Patent- und Normenzentrum der Universitätsbibliothek Rostock; PD Dr. Michael Beyer von der Nordex Advanced Development GmbH; Prof. Dr. Stefan Lochbrunner vom Institut für Physik und MBA Anja Klütsch vom Careers Service der Universität Rostock. Sie alle gaben gerne ihr Wissen und ihre Ratschläge zu den Möglichkeiten nach dem Hochschulabschluss an die rund 50 interessierten Studenten weiter.

Die ersten drei Dozenten haben ihr Diplom im Fach Physik abgelegt und konnten so den Weg zu ihrem jetzigen Beruf in ihre Vorträge einbeziehen und viele persönliche Tipps an die Studenten weitergeben. Unter dem Titel "Patente Physiker - Physiker im Patentwesen" zeigte Dr. Schreiber, der selbst in Rostock studierte und promovierte, seinen ganz persönlichen Weg in die Patentrecherche auf. So waren für ihn der Standort Rostock und die berufliche Sicherheit wichtige Gründe für seinen jetzigen Beruf. Er stellte die Ansprüche und Aufgabenfelder des Patentrechercheurs dar und zeigte auf, wie wichtig es ist, die eigene geistige Arbeit schützen zu lassen. Auch ermutigte er die Studenten, die kostenlose Erstberatung des PNZ der Uni Rostock in Anspruch zu nehmen, um so z.B. für die bevorstehende Masterarbeit einen guten Startpunkt zu haben.
Warum gerade Physiker für das Patentwesen geeignet sind, beantwortete Dr. Schreiber mit der Aussage: "Physiker sind bunte Hunde - Sie können alles, aber nichts richtig". So sind Physikabsolventen in ihrem Verständnis der Naturwissenschaften und Technik breit aufgestellt und können mit Kunden aus den verschiedensten Bereichen auf Augenhöhe diskutieren. Auch eine Ausbildung zum Patentanwalt oder Patentprüfer ist nach dem Physikstudium ein möglicher Weg. Eine Weiterbildung oder ein Fernstudium im Bereich Patentwesen oder Verwaltung ist aber in jedem Fall erforderlich und ebnen den Berufseinstieg.
Größere Firmen leisten sich oft eigene Patentabteilungen, die sich um Patentfragen bezüglich eigener Entwicklungen kümmern. Aus solch einer Firma kommt Dr. Michael Beyer, welcher sich bei Nordex Advanced Development mit Simulationen des Systems Windkraftanlage beschäftigt.  Auch er studierte Physik und beschäftigte sich mit wissenschaftlichen Fragen zur Kern- und später Elementarteilchenphysik, bevor es ihn in Richtung Windenergie trieb. Neben Belastungsrechnungen gehören auch die Entwicklung neuer Anlagen und das Kundengespräch zu seinem Aufgabengebiet.  Für einen Physiker ist es hier in der Regel erst einmal wichtig die Sprache der Windenergiebranche zu erlernen. So verstehen Ingenieure doch etwas anderes unter einer "multilinearen" Funktion als ein mathematisch vorbelasteter Physiker, wie Dr. Beyer mit diesem einfachen Beispiel zeigte.
Da die Windenergie eine klassische Quereinsteigerbranche ist, sind Physiker aus allen Bereichen gerne gesehen und finden von der Simulation über die Entwicklung bis hin zu umfangreichen Messkampagnen ein ansprechendes Betätigungsfeld. Ob auch Materialforscher in diesem Bereich gebraucht werden, lautete eine Frage aus dem Publikum, welche von Dr. Beyer nur bejaht werden konnte. So muss das Material, insbesondere bei den großen Windkraftanlagen der Zukunft, extremen Ansprüchen standhalten und ständig weiterentwickelt werden.

In der folgenden kurzen Pause hatten die Zuhörer die Möglichkeit bei Kaffee und Kuchen mit den Dozenten ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte für den eigenen Berufseinstieg zu knüpfen.
Danach sprach Prof. Dr. Lochbrunner zum Thema "Der Weg in die Wissenschaft". Dieser sieht bei einer akademischen Karriere in etwa so aus, dass nach dem Diplom (Master) eine Doktorarbeit folgt. Üblich ist es, anschließend in einer Arbeitsgruppe als PostDoc und direkter Ansprechpartner des Professors zu habilitieren und auch Verwaltungsaufgaben zu übernehmen. In dieser Zeit, mit einer Dauer von bis zu 10 Jahren (PHD, Habilitation), ist es wichtig wissenschaftlich sichtbar zu werden. Dies erfolgt über Veröffentlichungen der eigenen Arbeit in renommierten Wissenschaftszeitschriften. Der eigene Name sollte so mit einem Thema in Verbindung gebracht werden und in Fachkreisen bekannt sein.
Auch ein Auslandsaufenthalt oder Stipendium wird bei den danach anstehenden Bewerbungen gerne gesehen. Wer sich über einen solchen Werdegang Gedanken macht, sollte aber auch einbeziehen, dass die Stellen als Arbeitsgruppenleiter in Deutschland dünn gesät sind. Die eigentliche Arbeit eines Professors teilt sich nach Prof. Lochbrunners Erfahrung in 50% Verwaltung, 25% Wissenschaft und 25% Lehre auf. Der große Vorteil einer Professur ist allerdings auch, dass man die Forschungsausrichtung der eigenen Arbeitsgruppe selbst bestimmen kann. Nach der günstigsten Zeit für die Festlegung der eigenen Forschungsrichtung gefragt, hob Prof. Lochbrunner die Themenwahl der Doktorarbeit hervor. "Nur wenige Leute wechseln danach noch einmal komplett das Themengebiet", so der Institutsdirektor.
Ein persönlicher Ratschlag zum Ende des Vortrags bezog sich auf Absagen bei Bewerbungen. Diese sollte man nicht auf die eigene Person beziehen. Das Anforderungsprofil passt manchmal einfach nicht und kann bei der nächsten Bewerbung schon wieder ganz anders aussehen.
Als letzte Rednerin griff Frau Klütsch diesen Gedanken auf und gab Anregungen seine Vorzüge und Qualitäten im Bereich von fachlicher, sozialer, methodischer und personeller Kompetenz auszuarbeiten. "Überlegen Sie, was Ihr Traumjob ist!", motivierte Frau Klütsch die Zuhörer. Ihr war es ein wichtiges Anliegen, dass Hochschulabsolventen die eigenen Interessen mit der Berufswahl verbinden und eventuell das Hobby zum Beruf machen können. Zum Abschluss zeigte sie ein großes Spektrum an Karriererichtungen für Physiker auf. Die umfassende Liste mit vielen verschiedenen Möglichkeiten sollte ein erstes "Hineinschnuppern" in die Berufswahl sein und kann gerne bei Frau Klütsch erfragt werden.
Auch alle anderen Redner erklärten sich bereit für Nachfragen zur Verfügung zu stehen. Wir als euer Alumniverein stellen gerne den Kontakt her. Das rege Interesse der Studenten zeigte sich daran, dass die Veranstaltung spontan um eine ganze Stunde verlängert wurde. Alles in allem war dies nun schon die dritte Veranstaltung dieser Art und ein voller Erfolg.

Der Physik-Alumni Rostock e.V. bedankt sich bei allen Rednern, Zuhörern und fleißigen Helfern dieses Tages!

Georg Teiser, Stephan Bartling

*Diese Veranstaltung heißt aus Tradition so, nichtsdestotrotz richtet sie sich auch an Bachelor- und Masterstudenten sowie Doktoranden der Physik und anderen MINT-Fächer.


 
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